goddess06

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9. Kapitel
Oh, mein Gott! Das war Artemis! Wir starrten sie alle an. Keiner wagte etwas zu sagen. Artemis grinste uns nur an, stöckelte an mir vorbei und setzte sich neben mich. So hatte ich sie noch nie gesehen. Sie trug schwarze, lederne Overknees die in einem 10cm Pfenningabsatz endeten, eine dunkelblaue, enge jeans, ein mit dicken Balken gestreiftes blau-weißes Shirt, dass so lang war das es schon fast als Minnikleid durchgehen konnte und darüber eine lederne Korsage und ein dickes Armband mit dem Aufdruck von Criminal. Aber das war nicht das einzige was sie verändert hatte. Sie hatte ein gerades Pony, dass kurz über ihren Augenbrauen, welche sie sehr schmal gezupft hatte und mit dunklem Augenbrauenstift betont waren, endete. Auch zwei dicke, gerade Blockstränen umrandeten ihr Gesicht. Der Rest ihrer fast weiß gefärbten, silbrig glänzenden Haare waren zu einem Pferdeschwanz gebunden. Keine Locken. Aber am meisten fesselten mich ihre Augen. Sie waren kunstvoll mit Kajal und Eyeliner schwarz umrandet. An ihrem rechten Auge hatte Artemis noch eine rautenförmig Träne gezeichnet und um das ganze abzurunden waren noch künstliche Wimpern angebracht. Ihr Teint wirkte regelrecht wie elfenbein und ihre roten Lippen grinsten uns immer noch frech an. Sie wirkte nicht mehr wie ein Mensch, eher wie ein gefallener Engel. Gefallen. Und ich hatte diesem Engel das Bein gestellt. „Ich muss mal.“, meinte ich und flüchtete auf die Toilette. Als ich wieder kam war Artemis mit unserem Manager in einen Streit vertieft.. Die Jungs hatten sich anscheiend auch wieder gefasst und sahen den anderen gespannt zu. „Verstehst du denn nicht? Du warst die zarte, süße unschuldige von euch. Das lies sich vermarkten aber…“ „Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass mir das noch jemand abkauft nach der Geschichte mit Tom? Das war nicht ich! Ich hab es satt mich zu verstellen.“ „Es war vertraglich ausgemacht, dass du jede äusserliche Veränderung erst mit dem Management absprechen musst.“ „Ich bin 15, was wollen Sie machen? Meine Eltern verklagen weil ich mir die Haare gefärbt habe?“ Artmis` Stimme wurde ruiger als sie fortfuhr. „Die Leute mögen unsere Musik, Rock. Und sie mögen uns, weil wir unseren Style durchsetzen und uns nicht an die aktuelle Mode halten und so neue Trends setzen. Geben Sie mir eine Chance. Lassen Sie mich so sein wie ich bin.“ Artemis warf unserem Manager den zuckersüßesten Blick zu den sie auf Lager hatte. Man konnte förmlich die Zahnreder in seinem Kopf hören. Ich kannte ihn mitlerweile gut genug um zu wissen, dass er mit dem Gedanken der neuen Artemis spielte und sich schon eine neue Vermarktungsstrategie zurechtlegte. „Aber dein neuer Style passt nicht zu den alten Songs. Eure Lieder sind zwar eindeutig Rock aber gehen dann doch mehr in die Rockpop richtung und sind nicht so.“ Ihm fehlten die Worte und er zeigte nur auf Artemis in der Hoffnung, dass wir seine Position verstehen würden. Artemis setzte einen aufreizenden Augenaufschlag auf. „Aber uns fehlen doch noch ein paar Songs für unser Album.“ Jens schien interessiert. „Fahr fort.“ „Artemis kramte eine Weile in ihrem Rucksack und reichte Jens letzendlich eine Mappe voller Songtexte. „Die hab ich in letzter Zeit geschrieben, ich bin mir sicher, dass wir davon etwas gebrauchen können. Ich hab mir auch schon Melodien zurechtgelegt und dazu würde auf jeden Fall nur ein härterer Sound passen.“ Jens las sich die Songtexte durch. Er zeigte keine Reaktion und wir starrten alle nur gebannt auf ihn. Irgendwann sah er auf. „Okay, ich geb dir ne Chance. Morgen fangen wir mit dem einspielen an. „Danke!“, freute sich Artemis und fiel unserem überraschten Manager um den Hals. Dabei fiel diesem die Mappe aus der Hand und Stefan angelte sie sich. Ich setzte mich neben die Jungs und zu dritt lasen wir uns nun ein paar Texte durch. „Irgendwo im halbdunkel ein gekünsteltes Lächeln für jemanden dessen Gesicht nicht zu sehen ist, jeden Tag ein Schweigemarsch. Ich will stark werden, so wie ich wirklich bin, ich will stark werden um irgendwann dir zu begegnen…“ ich war beeindruckt. „….Ich friere, fühl mich von dir allein gelassen, ich weiß ich friere und fange langsam an dich zu hassen…“ „…Wie eine billige Hure klammerst du dich an das neue, dass du so sehr hasst…“ „…Engel der Nacht wolln nichts versäumen, Engel der Nacht wolln Träume träumen….“ Die Texte handelten von Verzweiflung, Hass, Schmerz aber auch Liebe und Hoffnung. Ich will nicht behaupten, dass ihre alten Texte schlechter waren, aber diese hier sprachen aus ihrer Seele, sie hatten was zu sagen. Selbstzufrieden hatte Artemis uns die ganze Zeit über beobachtet. Etwas eingeschüchtert gab ich ihr die Mappe schliesslich zurück. Sie verpackte sie wieder ordentlich in ihrem Rucksack und hackte sich danach bei mir ein. „Los, Leute, wir gehen Billiard spielen!“ ich war so überrascht, dass ich nichts erwidern konnte und mich mitschleifen lies. Wir leissen uns schliesslich in einer versiften Kneipe mit Billiard nieder. Artemis war in ihrem Element und gab mit ihren Billiargkünsten an. Sie sah wahnsinnig glücklich aus. Ganz im Gegensatz zu den Leuten um uns herum. Die waren alle wahnsinnig geschockt über Artemis auftreten. Doch die kümmerte sich nicht darum, zwinkerte ein paar von ihnen sogar zu, was die Beobachter mit hochroten Kopf dazu bewegte sich von Artemis Anblick abzuwenden. Ich sah auf mein Handy und erschrak, 7 Anrufe in Abwesenheit. Georg hatte ich ja ganz vergessen! Ich ging schnell auf die Straße -im Lokal war es einfach zu laut- und rief Georg an. „Hallo Fremde!“,meldete er sich. „Hi Georg, tut mir leid das ich nicht zurückgerufen habe.“ „Ach macht nichts, hauptsache du meldest dich irgendwann“ und dann fügte er hinzu. „Ich hab dich vermisst.“ Ich musste grinsen. „Ich dich auch!“ Das klang ja schon fast als wären wir schon seit ewigkeiten fest zusammen. „Ich würde dich gern mal wieder treffen.“fügte ich dann noch hinzu. „Bist du die nächste Zeit in München oder habt ihr nen Auftritt?“ „Ähm.. wir sind hier. Wir müssen noch ein paar Songs einstudieren.“ Was hatte das denn damit zu tun? „Perfekt, wir haben nämlich in zwei Wochen einen Auftritt in München!!!“ Genial. Wir telefonierten noch eine viertel Stunde bis Artemis herauskam und sich beschwerte, dass sie nicht die ganze Zeit für mich spielen wolle! „Also, ich muss schluss, machen, bis Freitag!“ „Bis Freitag“ . Den restlichen Tag hatten wir so viel Spaß wie schon lange nicht mehr und ich vergas ganz „auf die Toilette zu verschwinden“. Nachdem wir bis zum Abend in der Kneipe waren zogen wir weiter um ein paar Clubs unsicher zu machen. Kaum jemand erkannte Artemis und so konnte sie ausgelassen tanzen und feiern. Wie anderen wurden immer wieder zu einem Autogramm aufgefordert. Irgendwann sah ich auf die Uhr, es war schon ein Uhr Morgens. Scheiße, morgen war doch Schule. Also schnappte ich mir Artemis und verabschiedete mich von den Jungs. „Was ist, warum willst du schon los?“ „Es ist ein Uhr Morgens, Artemis!“ „Und?“, fragte sie gleichgültig. „Ähmm.. morgen ist Schule?? Klingelts.“ „Nein, ich hab die Schule geschmissen.“ Jetzt leuteten bei mir die Alarmglocken. „Was ist Gestern passiert?“ Artmis schwieg eine Weile. „Mir wurden die Augen geöffnet“ „Das heißt…?“ „Dass ich dir verzeihe.“ Jetzt fiel ich aus allen Wolken. Ich dachte das stünde längst nicht mehr zur Debatte. „Ich habe dich dafür verachtet was du getan hast und mich in Selbstmitleid gestürzt aber weißt du auch wenn ich dir nicht sofort wieder vertrauen kann, du bist meine beste Freundin, jeder macht mal Fehler. Sag mir nur eins. Warum?“ „Weil ich Angst hatte dich zu verlieren, wenn du mit Bill was anfängst… und ich war eifersüchtig…“ „Okay…“ Artemis sah mir tief in die Augen. Ich hatte mich an das krasse Make up noch nicht gewöhnt aber es stand ihr, als hätte sie sich nie anders angezogen. „Egal was passiert, bitte denk daran, DU bist meine beste Freundin und ich liebe dich.“ Sie nam mich in den Arm. „ich liebe dich auch.“, schlurchzte ich.
Aus Artmis’ Sicht:
Ich hatte in meinem Kleiderschrank noch einige Klamotten die ich mir mal gekauft hatte, mich aber nie getraut hatte sie anzuziehen. Insgeheim stand ich schon immer darauf wenn Leute sich in dramtisches Make Up und Kleidung stürzten und ich bewunderte sie für ihren Mut. Heute hatte ich eine ausgewaschene, zerfetzte Jeans an, wieder meine Overknees, eine weiße Bluse im barock style, darüber einen schwarzen Polunder mit einer Totenkopfbrosche und ein dunkelblaues Samtkropfband. Meine Haare lies ich offen. Geschminkt hatte ich mich genauso wie Gestern, ich hatte viel von den Visagisten zu meiner Modelzeit gelernt, nur die Lippen lies ich diesemal in natura, dafür klebte ich mir aber noch. Auch meine roten Nägel mussten dunkelblauem Nagellack weichen. Ich war überglücklich, dass unser Manager mir eine Chance gab, ich würde ihn nicht enttäuschen. Das Album würde ein Erfolg werden! Bestimmt. Dank meinem neuen Style brauchte ich morgens nun viel länger im Badezimmer. Aber ich fühlte mich irgendwie frei. Meine Eltern respektierten mein neues Äußeres, waren aber nicht damit einverstanden, dass ich die Schule schmiss. Erst nachdem ich ihnen beschämt erklärt hatte wie ich mich in der letzten Zeit gefühlt hatte und was alles in der Schule passiert war, einigten wir uns auf Privatunterricht. Auch das Thema Tom fiel kurz. Doch als meine Mutter bemerkte wie knallrot ich wurde wechselte sie schnell das Thema. Meine Gefühle bezüglich der Nacht mit Tom hatten sich auch verändert. Anfangs hatte ich es bereut aber jetzt dachte ich, hey, es war nunmal passiert und wenn ich ehrlich war, hat es verdammt Spaß gemacht. Einzig und allein die Tatsache, dass es Tom und nicht Bill war, störte mich noch. Mein Bruder und ich musizierten noch zusammen ehe ich mich auch den Weg zu BMG machte. Ich freute mich darauf die anderen zu sehen. Auch Vanessa. Ich hatte sie in meiner Depriphase richtig vermisst und war nun froh das ich ihr verziehen hatte.
Aus Georgs Sicht:
Es war Freitag und wir flogen nach München. Im Flugzeug herschten die verschiedensten Stimmungen. Ich strahlte weil ich mich Heute mit Vanessa treffen würde, Bill schmollte und sah aus dem Fenster. Was mit ihm los war wusste keiner so richtig. In letzter Zeit hatte er es richtig krachen lassen und so ziemlich jede Nacht mindestens einen Fan abgeschleppt. Tom war nervös. Er fürchtete seinen Tron an Bill abgeben zu müssen und Gustav steckte desinterrisiert seine Nase in die Hefte die im Flugzeug kostenlos auslagen. Bis jetzt hatte ich noch keinem von meinem Treffen mit Vanessa erzählt. Ich wollte sie nicht an meinen Spitnamen errinnern, den sie, Gott sei Dank, langsam anfingen wieder zu vergessen. Nun ja, aber irgendwas musste ich ja sagen. Ich konnte ja nicht einfach abhauen. Vanessa meinte das Goddess 06, heute Abend im Atomic Cafe feiern würden, dass sie endlich ihr Album fertig aufgenommen hatten und ich einfach dazustossen solle. Sie war also nicht alleine, dann würde es auch keine Probleme geben wenn ich den Rest von Tokio Hotel mitbringen würde. Also schlug ich den anderen vor heut ins Atomic mit goddess zu gehen.
Aus Bills Sicht:
Ich wollte nicht zugeben, dass ich mich freute Artemis wieder zu sehen. Ich mein, immerhin hatte ich mich total in ihr getäuscht und obwohl ich versucht hatte sie zu vergessen und mich abzulenken, dachte ich doch jeden Tag und jede Nacht an sie. „Okay“, meinte ich. Tom setze sein typsiches Grinsen auf als er zustimmte, anscheinend hoffte er ein zweites mal bei Artemis landen zu können und Gustav nickte nur ohne von seinen Heften aufzusehen. Countdown. In einer viertelstunde würden wir landen, dann wären wir wiederum in einer halben Stunde in unserem Hotel und ich hätte noch zwei Stunden Zeit um mich fertig zu machen. Das würde knapp werden. Ich zog meine Lieblingsjeans an, meine Haare waren perfekt gestyled, mein Kajal perfekt gezogen (Künststück, hatte ihn ja auch sieben mal neu gezogen) und als ich mir schliesslich meine Lederjacke über das grüne Shirt von Criminal zog kam Georg in mein Zimmer und hetzte mich damit er endlich zu seiner Vanessa konnte. Ich war wahnsinnig aufgeregt als wir schließlich um 11 vor dem Atomic Cafe standen.



10. Kapitel
Aus Georgs Sicht:
Ich schaute mich suchend um als wir im Club standen. Aber in einer hinterern Ecke entdeckte ich schliesslich einen Dreadkopf der der, meiner Meinung nach, schönsten Person der Welt gehörte. Vanessa sah mich nun auch endlich und grinste ihr süßestes Lächeln. Allerdings nur für eine Sekunde, denn sie entdeckte Bill, Tom und Gustav hinter mir. David und Stefan prosteten uns zur Begrüßung zu. Artemis war im Moment nicht da. Vanessa sprang schnell auf und begrüßte mich mit einem flüchtigem Kuss. „Du hast mir nicht gesagt das die anderen mitkommen.“,zischte sie mir ins Ohr. „Ist das denn ein Problem?“,fraget ich sie. „Nein, aber ich muss noch schnell jemanden vorwarnen.“ Ups, an Artemis und Tom hatte ich ja gar nicht gedacht… „Stev, David und ihr klärt unsere Neuankömmlinge auf, damit sie nicht aus den Latschen kippen.“ Etwas irritiert setzten wir uns zu den anderen als Vanessa richtung Damentoilette getürmt war. „Was ist denn los?“, meinte Tom. „Ach, Artemis hat sich entschlossen n Visual zu werden und Vanny meint wohl das euch das ein bischen schocken könnte.“ „Das klingt ja so als hätten wir ganz cool reagiert.. wem is denn das Bierglas aus der Hand gefallen?“ „Ich war halt n bissl überrascht.“, meinte Stefan abwehrend. „Moment mal, Artemis is n Visual Kei (Anmk. der Autorin: Definition für Visual Kei findet ihr unter Über…), so wie der da?“ ,platze es aus Tom heraus, mit dem Daumen auf Bill zeigend. „Hey, jetzt mach mal halb lang! Seit wann bin ich denn bitte n Visual oder findest du das ich in irgendeier Weise meine weibliche Seite betone???“ Als Antwort brachen wir alle in schallendes Gelächter aus. „Nee, gar nich.“, meinte ich und wischte eine Lachträne aus dem Gesicht. Bill spielte beleidigt. „Gustav, du sagst ja gar nichts, was is los?“ Stefan stubste Gustav in die Seite. „Nichts, ich beobachte nur das Mädchen mit dem sich Vanessa grad wild gestikulierend unterhält.“ Der Reihe nach sahen wir rüber zu den beiden und uns klappten die Münder auf. „Krass..“, meinte Bill, sichtlich angetan. „Nicht schlecht…“,musste auch Tom anerkennen. Artemis kam im Schlepptau von Vanessa, als die sich das Mädchen im Näherkommen entpuppte. Obwohl mich Vanessas Outfit mehr reizte (mal wieder ausgefanzte Jeanshotpants und ein pinkes printshirt) war es doch eindeutig Artemis die mehr auffiel. Sie trug einen gekürzten, weißen Kimono der nach unten hin schwarz verlief. Auf dem Stoff waren ausserdem noch weiße Kirschblüten soweit ich das feststellen konnte. Und der Stoff um ihrer Taille, mit dem der Kimono befestig war, war Kirschrot. Die oberer Hälfte ihrer Haare hatte sie abgetrennt und Kunstvoll zu einem Knoten gebunden. Nur zwei Blocksträhnen neben ihrem Pony lies sie aussenvor. Ihre Augen waren stark geschminkt und ihre Lippen knallrot. Kurzum, wenn ich nicht gewusst hätte, dass das dort Artemis war, ich hätte gedacht ein Wesen aus einer anderen Welt stünde vor mir. Wie krass. Einfach nur krass. Als die beiden an unserem Tisch angekommen waren quetschte sich Vanessa noch neben mich und Artemis neben Bill auf der anderen Seite, nachdem sie ihre High Heels unter dem Tisch platziert hatte. Ich fragte erst gar nicht warum sie das tat. Bei ihr wunderte mich nun gar nichts mehr…
Aus Artemis Sicht:
Als ich aus der Toilette kam, stürmte mir schon Vanessa entgegen und beichtete mir das Bill, Tom und Gustav noch mitgekommen wären. „Was??“ ich wusste nicht was ich sonst tun sollte wärend mich Vanessa weiter zutextete, das sie nichts davon gewusst habe….also zog ich meine High Heels aus. „Was machst du?“ wie auf Stichwort schoss mir die Röte ins Gesicht und ich erwiderte kleinlaut: „Ich will nich größer sein als Bill..Das wär irgendwie.. naja, komisch“ „Du bist nicht sauer?“ „Warum sollte ich?“ „Okay, dann lass uns zu den andern gehen.“ Es war nur noch neben Bill Platz frei. Naja, wirklich Platz war da nicht, wir mussten uns alle ziemlich zusammendrücken und Bill und ich saßen wirklich ziemlich eng beieinander. Bumm, bumm. Bitte lass ihn mein Herz nicht hören, bitte. Oh mann, beruig dich, du bist ja keine zwölf mehr. Aber er schaute mich nicht an, hatte er Vanessa am Ende nicht geglaubt? Nun ja, ich hatte ja nicht unbedingt dazu beigetragen schliesslich… hatte ich Sex mit seinem Bruder, der nur zwei Plätze neben mir saß. Oh scheiße, jetzt verstand ich Vanessas Aufregung erst.
Aus Bills Sicht:
Vanessa und Georg waren mit rumknutschen beschäftigt. Ich dachte die wäre lesbisch….oder hatte ich wieder was verpasst? Stefan und David hatten einen Narren an Gustav gefressen, quatschten ihn zu und gaben ihm ein Bier nach dem anderen aus. Tom und ich beteiligten uns nicht am Gespräch, ich war viel zu sehr damit beschäftig Artemis aus den Augenwinkeln anzusehen, die gerade an einem „Swimming Pool“ nippte. Mitlerweile war ich eigentlich schon davon überzeigt das Artemis es nicht auf die Puplicity abgesehen hatte. Aber wie is sie nur mit Tom im Bett gelandet? Immer wenn Tom mit diesem Thema angefangen hatte wechselte ich schnell das Thema, ich konnte es einfach nicht hören. Aber im Moment verfluchte ich mich dafür. Was zum Teufel lief zwischen den beiden? Auch Tom ignorierte die anderern. Er genoss höchstwahrscheinlich einfach nur die „Aussicht“. Scheiße war das eng. Nach ein paar Minuten verschwanden Vanessa und Georg auf die Tanzfläche und Stefan und David beschlossen „ihrem Kleinen“ zu zeigen wie man „chicas“ aufreisst. Nach einigem umständlichen Umgesetze saßen nun also nur noch Tom, Artemis und ich am Tisch. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Peinliches schweigen. „Wollen wir tanzen?“, fragte Tom plötzlich Artemis. „Klar.“ Die beiden verschwanden auf die Tanzfläche und ich schaute ihnen miesepetrisch hinterher. Tom zog Artemis gleich fest an sich und tanzte nen Schieber. Flash. Artemis hatte zu mir hergeschaut. Und ich Depp hab natürlich sofort ertappt weggeschaut. Bildete ich mir das nur ein oder sah sie wirklich oft zu mir? Aber was machte Tom da? Seine Hände wanderten immer tiefer und als er sie gerade auf Artemis Arsch platzieren wollte griff sie Tom an seinen Handgelenken und zog ihn zurück nach oben. Na, das war aber mal ne Abführ vom feinsten, grinste ich in mich hinein. Okay, Partnertausch. Ich ging auf die Tanzfläche und löste Tom ab, der wiederwillig zurück zum Tisch ging. „Hi.“, sagte ich als mir auffiel das wir heute noch kein Wort zueinander gesagt hatten. „Hi, wie geht’s dir?“ „Gut. Sehr gut, und dir?“ „Besser.“, sie setzte ein gequältes Lächeln auf als uns beiden nichts mehr einfiel. „Mir ist schwindelig, kommst du mit raus?“ nickend folgte ich ihr aber auch draussen in der Kälte fanden wir kein Gesprächsthema. Wir standen schweigend nebeneinander. „Das ist dumm gelaufen, letztes mal, was?“ „Was meinst du?“ „Das mit uns. Ich dachte du hast ne Freundin, du dachtest ich wollte dich nur ausnutzen…“sie seufzte „Ich hab vergessen was ich sagen wollte, du machst mich total verrückt.“ Sie trat einen Schritt näher. Sie hatte das ausgesprochen was ich die ganze Zeit über gedacht hatte. Ich musste wohl ein ziemlich belämmertes Gesicht gemacht haben, denn Artemis prustete los. Die Stimmung schwang um und ich konnte nicht anders als mitlachen. Als wir uns wieder beruigt hatten standen wir noch näher. „Magst du mich denn kein bischen?“ fragte sie mich allen ernstes und sah mir tief in die Augen. Ich konnte ihrem Blick aus verlengenheit kaum standhalten. „Doch.. ähm.. schon.. ich meine… siehst du, du bringst mich auch ganz aus dem Konzept.“ „Mir ist kalt.“ „Willst du meine Jacke haben?“ Ich war froh das Thema wechslen zu können. „Nein“ sie machte eine Pause in der sie noch näher an mich herantrat. „Ich will dich.“ Mein Körper machte sich selbstständig als Artemis ihre Arme um mich schlang und mich küsste. Wir standen etwa noch 10 Minuten eng umschlungen und küssten uns. „Komm wir gehen, die anderen nehmen unsere Sachen schon mit.“ Sie zog mich Richtung U-Bahn. „Wo willst du hin?“ „Nach Hause.“, wieder küsste sie mich. „Nein.“
„Nein? Ist das dein Ernst?“ „Ja, komm. Lass und zurück gehen.“ Ich wollte sie bei der Hand nehmen aber sie zog sie weg bevor ich sie greifen konnte. „Was denn? Du hast doch in letzter Zeit jede Nacht eine andere, aber mich willst du nicht?“ „Nein, aber…“ Sie hob die Hand und schnitt mir das Wort ab. „Schon gut. Bis irgendwann.“ Damit drehte sie sich um und stieg in die U-Bahn die soeben im Bahnhof einlief. Ich sah ihr noch hinterher. „Nein, aber ich will mehr als nur einen One-Night-Stand.“ „Wem sagst du das.“ Erschrocken drehte ich mich um. Hinter mir grinste mich ein Penner an. Wie geil…
Aus Artemis Sicht:
Nein? NEIN?? Er hatte mich erst ignoriert, mir dann wieder Hoffnungen gemacht und mich letzendlich wieder fallen lassen. Warum? Er nahm doch sonst jede. War es wegen Tom? Hatte ich mit dem Ausrutscher alles kaputt gemacht… Tränen der Wut und der Verzweiflung liefen mir übers Gesicht. „Wen haben wir denn da? Auf den ersten Blick hätt ich dich fast nicht erkannt. Was ist los? Stress mit den Zwergen von Tokio Hotel.“ Auf die Plätze mir gegenüber setzten sich Fabi und Lena. Oh, wie geil… Ich sah sie nur genervt an. „Erkennt er es nicht an?“ ich hatte keine Ahnung was Lena da faselte… „Ja, genau das isses, jetzt nerv mich nich.“ Ich stieg schnell aus als die Bahn hielt. Nach 20 Minuten warten kam ich dann mal auf die Idee auf den Fahrplan zu schauen, nur um festzustellen, dass ich aus der letzten U-Bahn gestiegen war und die nächste erst um fünf Uhr morgens kommen würde. Scheiße. Meine Sachen hatte ich im Atomic gelassen. Jetzt stand ich hier also Barfuß und ohne Geld in der Kälte. Erstmal orientieren wo ich war. Rotkreuzplatz. Okay, das sind zwei Stationen vor der Haltestelle aus der ich eigentlich raus wollte. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig als zu laufen. Scheiße. Mit jedem Schritt drang die Kälte tiefer in meine Füße und nach einer Viertelstunde fühlte es sich an als würde ich auf Glassplittern gehen. „Au, au….“ Heulte ich alle paar Meter auf. Memo an mich selbst. Nie wieder Schuhe ausziehen! Na großartig, jetzt fing es auch noch an zu schneien…
Aus Vanessas Sicht:
Irgedwie hatte sich der Abend vollkommen anders entwickelt als erwartet. Anstatt zu feiern hatten wir uns einzeln abgekapselt. Georg und ich verzogen uns schnell in eine Ecke, Artemis und Bill gingen raus, was mich komischerweise wieder sehr nervös machte und Tom schleppte nach einer halben Stunde ein Mädel ab und verschwand mit ihr. Stefan wurde von seiner Ex in beschlag genommen wärend er neidisch zu David und Gustav schielte, die sich ein paar weiblichen Fans „widmeten“. Ich glaub das war keine gute Idee den armen Gustav mit David und Stefan alleine zu lassen. Offensichtlich hatten die keinen guten Einfluss auf ihn. Egal, auf was konzentriest du dich da? Schliess wieder die Augen und denk an Georg. Was Bill und Artemis jetzt wohl machen? Stopp. Das war zu viel. Georg wollte sich gerade den Weg unter mein T-Shirt bahnen und ich stiess ihn weg. „Ähm.. sorry, ich verschwinde mal eben aufs Klo.“ Als ich wieder vollkommen gut gelaunt aus der Toilette ging( na, was hat Vanessa da gemacht?), sah ich das Bill alleine und ziemlich bedrückt wirkend ins Atomic kam. „Wo ist Artemis?“ „Nach Hause gefahren…. Kannst du ihr bitte sagen das es mir leid tut und ich das eigentich ganz anders gemeint habe?“ „Sicher…“ , ich hörte ihm eigentlich gar nicht richtig zu. Ich war wieder happy und voller Energie, jetzt konnte ich mich ja wieder Georg widmen.



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