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7.Kapitel
Aus Vanessas Sicht:
„Hallo?...Haloho? Wer ist denn da?“ „Ähm, hi, hier ist Georg.“ Georg. Georg…..Kannte ich einen Georg. Da ich mir den Kopf zermaterte mit wem ich da gerade sprach fügte Georg nach einer Weile hinzu. „Du weißt schon , der Typ den du Gestern abgeknutscht und dann einfach sitzen gelassen hast.“ Achso! Der Georg, aber woher hatte der meine Nummer? „Hallo?, Vanessa, bist du noch da?“ Ahhh, wieder zu lang nachgedacht! „Ja, sorry. Um die Uhrzeit bin ich noch ein bischen langsam. Weißt du mit dir hatte ich nicht gerechnet, naja wie denn auch, du hast meine Nummer ja eigentlich auch gar nicht?!?“ „Du hast deinen Geldbeutel bei mir liegen lassen und in deinem Schülerausweis steht die Nummer.“ „Ahhh, du bist echt ein Schatz! Als ich Gestern bemerkt hatte das er weg is dacht ich schon ich könnte mich für immer von ihm verabschieden. Kreditkarten ade…“ Am anderen Ende der Leitung lachte Georg „Ja, ich bin auch froh. So hab ich ja deine Nummer bekommen.“

Aus Bills Sicht:
Dank Tom war mir jetzt der Appetit gründlich vergangen. Er wedelte mit dem fettesten Grinsen das er auf lager hatte mit einer Bravo vor meinem Gesicht. Er freute sich riesig weil er in dem Artikel als Oberplayer Deutschlands bezeichnet wurde. „Wer ist der coolste? Wer ist der coolste?“ „Tom, halt den Rand und bind dir n Letzchen um, du hast gekleckert!“, meinte Gustav genervt. Toms Gesicht war einfach göttlich. Der beckleckerte Oberplayer Deutschlands. Jetzt war ich an der Reihe und grinste. „Ja mein buh buh Brüderlein, soll ich dir das Näschen putzen?“ „Ach sei still.“, fauchte Tom wärend Gustav und ich fast am Boden vor lachen lagen. Georg stand etwa zwanzig Meter weiter und ging aufgeregt hin und her während er mit seinem Telefon flirtete. „Hey, Bärchen, schwing deinen süßen Hintern her und iss. Dein Rührei wird kalt!“ Wiederwillig trottete Georg auf uns zu nachdem er das Gespräch beendet hatte. Seit dem Vorfall mit Vanessa zogen wir ihn mit dem Spitznamen Bärchen auf. Grundsätzlich konnte ich keine große Ähnlichkeit zu nem Bär feststellen aber im Moment musste hatte er doch etwas von nem Glücksbärchi... Sein strahlendes Gesicht war wirklich abnormal. Es hatte was von KIKA-ich-grinse-weil-ich-ja-sonst-nichts-kann-Moderatorin. Unheimlich! Wir frühstückten zu ende und zogen uns pausenlos auf. Im Verlauf des Tages verschwendete ich keinen Gedanken mehr an Artemis und wurde wieder ganz der Alte. Die Gefühle für sie hatte ich mir nur eingeredet, ich mein sie sah hammer aus; und wer braucht schon Gefühle? Redete ich mir ein als ich mit einem Groupie in meinem Zimmer verschwand. Mit der hatte ich abgeschlossen.

Aus Vanessas Sicht:
„Wieeeeee süüüüß!“ quietschte ich als ich aufgelegt hatte. Joa, der Georg hat schon irgendwie was, dachte ich und grinste, doch mein Gesicht wurde schlagartig wieder ernst als ich Artemis auf mich zukommen sah. Ich erkannte ihren Lieblingsrock schon von weiten. Lang, braun, mit viel Spitze und Pailletten, dazu ein weißes Neckholdertop, viele große Armreife und wie immer eine wahnsinnig auffällige Holzperlenkette. Wie schaffte sie das nur immer? Ich wette sie hat nicht länger als 5 Minuten gebraucht um sich anziehen und sah trotzdem aus als wäre sie auf dem Weg zum Catwalk. „Hi“, meinte ich zögernd. „Hi!“, sie lächelte mich an. Sie lächelte, das war ein gutes Zeichen. Erleichtert atmete ich auf. „Hast du schon gefrühstückt?“ „Ja, ich wollte gerade hoch und versuchen die Jungs aufzuwecken.“ „Oh, okay. Dann viel Glück!“, meinte sie, zwinkerte mir zu und verschwand Richtung Frühstücksbuffet wo sie sich einen ganzen Apfel genemigte. Man hatte ich mal wieder Glück das Artemis nicht nachtragend war. Mir viel ein riesengroßer Stein vom Herzen.

Aus Artemis Sicht:
Ich fiel wieder in ein tiefes, schwarzes Loch doch diesesmal war niemand in Sicht der mich retten würde. Ich war alleine und ich fror fürchterlich. Jeder normale Mensch würde sich jetzt fragen, warum nur? Und ungläubig, heulend zusammenbrechen. Doch ich war es müde zu weinen für mich bestand kein Zweifel in dem was Vanessa mir erzählt hatte. Ich hatte ihr zugehört und jedes Wort in meinem Herzen aufgenommen und tief verankert. Diese Worte liessen mein Herz jetzt erkalten. Auch die Frage nach dem warum beschäftigte mich nicht. Es war klar, weil ich es verdient hatte. Ich fühlte nichts mehr. Die Kälte umhüllte mich. Aber hatte ich schon aufgegeben? Nein, da war noch ein kleines Fünkchen Hoffnung in mir. Vor meinem inneren Auge sah ich das Gesicht von Bill. Ich musste wieder etwas fühlen. Ich will fühlen!!! Schrie es in meinem Kopf als ich mir mit meiner Nagelschere den Unterarm aufritze. Wieder und wieder.
Am nächsten Morgen wachte ich auf dem Fussboden auf um mich herum waren tausende von Bluttröpchen. Auch meine Arme waren Blutverschmiert. Erstmal duschen. Als ich fertig war zog ich mich schnell an und legte all meine Armreife an die ich dabei hatte. Ich hatte keinen Bock das dieses hinterhältige Miststück sah wie tief sie mich getroffen hatte. Ich würde mir nichts anmerken lassen. Ich bin stark. Ihr könnt mich alle mal, ich brauch euch nicht.
Aus Vanessas Sicht:
Ich seuzte. „Ja, ab morgen geht’s wieder in die Schule.“ Ich hatte mich auf die Toilette verzogen und telefonierte Heute schon zum dritten mal mit Georg. Mit Artemis war alles wieder geklärt. Auf dem Weg zum Soundcheck lachten wir und verloren kein Wort über den gestrigen Abend. „Du tust mir echt leid, ich denk morgen an dich wenn ich so gegen elf aufgestanden bin.“ „Du! Na warte, wenn ich dich in die Finger bekomme! Warte mal einen Moment!“ Ein Crewmitglied bat mich hinter die Bühne zu kommen da in einer halben Stunde unser Auftritt anfing und fragte mich wo Artemis sei. „Keine Ahnung. Vielleicht ist sie beim Katering?“ ,wohl eher nicht dachte ich bei mir, Artemis fand man eigentlich nie in der Nähe von was Essbarem. „Wie geht es ihr eigentlich?“ „Hm? Wem geht’s wie?“ „Na, Artemis!“ „Achso, gut, wieso?“ „Wirklich? Gestern schien sie noch ziemlich durch den Wind. Und jetzt die ganzen Berichte und so…“ Ach ja, die Sache mit Tom. Als ich daran dachte traf mich ein gewaltiger Stich Eifersucht „Naja, also ich muss jetzt los, bis dann.“ Bevor Georg noch etwas erwidern konnte, hatte ich ihn auch schon abgewürgt. Die Vorstellung von Artemis in den Armen eines anderen war unerträglich. Ich würde sie später noch darüber ausfragen. Wieder wurde ich furchtbar nervös und hibbelig. So konnte ich doch nicht auf die Bühne! Also schloss ich mich in einer Kabine ein und setzte mir einen Schuss. Das Zeug ging langsam dem Ende zu, die Tüte war nur noch zu einem viertel gefüllt. Die Frau Gestern Abend in der Bar hatte es mir freundlicherweise in der Gegeleistung den Rand zu halten überlassen. Das war heut schon mein zweiter Schuss aber sobald ich mir das Heroin gespitzt hatte waren alle Sorgen wie weggeblasen. Der Auftritt verlief reibungslos und die Menge tobte. Wir chillten noch eine Weile in unserer Umkleide bis die Jungs sich ne „Süße“ angeln wollten. Artemis und ich unterhielten uns über Sin City, den Film den mir Artemis unbedingt ans Herz legen wollte, obwohl wir beide wussten das ich ihn niemals anschauen würde. Ich ertrag es nicht wenn Leute sinnlos abgemetzelt werden und da Sin City ab 18 ist und ich Artemis Filmgeschmack kannte (bei Kill Bill konnte sie gar nicht mehr aufhören zu lachen), konnte ich mir schon vorstellen was das für ein Film war... Nachdem Artemis eine blutige Szene beschrieb, in der ein kleines Mädchen vor einem Vergewaltiger gerettet wird, machte sie eine kleine Pause die sie zum trinken nutze. „Artemis?“ „Hm?“ „Was ist zwischen dir und Tom…?“ Ich erschrak als sie mir in die Augen sah. Ihre Augen waren hasserfüllt und kalt. „Das geht dich nen scheißdreck an!“ In dem Moment kamen Stefan und David mit zwei eingeschüchterten Fans im Schlepptau ins Zimmer. Artemis Gesicht veränderte sich schlagartig und sie lächelte die vier zuckersüß an. Was war das denn?
Aus Artemis Sicht:
Arg. Wiederwillig stand ich auf als der Wecker mich aus dem Schlaf riss. Schule war im moment das worauf ich am wenigsten Lust hatte. Aber was sollte ich machen? Ich konnte mir die Reaktion meiner Mitschüler bildlich vorstellen. Natürlich hatte jeder von meiner Nacht mit Tom mitbekommen und ich würde ihren Hass heute gnadenlos zu spüren bekommen. Egal, ich hatte es ja verdient. Also aalte ich mich aus dem Bett und warf einen Blick in den Kleiderschrank. Grüne Strumpfhose, schwarzer Jeansminni, weiße Bluse, grüne Perlenkette. Perfekt. Schnell noch etwas Wimperntusche und meine Locken zu einem Pferdeschwanz gezähmt und ab geht’s in die Hölle. Mir wurde wieder schrecklich kalt als ich Vanessa sah doch ich lächtelte sie tapfer an. Sie schien meinen Ausbruch von gestern noch nicht ganz verarbeitet zu haben doch ich lies ihr keine Chance mich darauf anzusprechen und textete sie wieder über irgendein belangloses Thema zu. Filme, Politik, der gestrige Auftritt… Als wir die Schule betraten wurde es still. Einfach ignorieren. Sollen die doch denken was sie wollen. Vanessa drückte mich zum Abschied nochmal und verschwand in den Keller. Die ersten zwei Stunden wurde getuschelt und gelacht. Ignorieren. Dritte/Vierte hatten wir Sport. Am besten ich geh schonmal vor und zieh mich um bevor die anderen kommen. „Schlampe“, zischte mir ein Mädchen zu. Keep cool, ignorieren! Erst als die Tür der Umkleide hinter mir laut zugeknallt wurde bemerkte ich das mir die ganze Zeit drei typen aus der 13. gefolgt waren. Erschrocken wich ich einen Schritt zurück doch die drei hatten mich schon umzingelt. „Wo willst du denn hin? Hast du Angst vor echten Kerlen?“ Ich bildete mir ein das der Kerl der gerade über seinen eigenen Witz lachte Fabi hieß. Er war ein Ganster wie er im Buche steht. Die zwei anderen hinter mir packten mich an den Armen. „Shhht, Süße“ Fabi strich mir eine Sträne die sich in mein Gesicht verirrt hatte hinters Ohr. „Ich zeig dir auch was ganz schönes.“ Ich glaub mir ist schlecht….

8. Kapitel
Ich glaubte es nicht nur, mir war schlecht! Versuche mich zu wehren waren zwecklos, Fabis hirnlose Untergebene pressten mir meine Arme so fest auf meinen Rücken das ich mich vor Schmerzen erst gar nicht bewegen konnte und mir die Tränenflüssigkeit in die Augen schoss. Als Fabi langsam mit seinen Händen unter meine Bluse grabbelte ging die Tür auf und ein paar Mädchen aus meiner Klasse, inklusive Lena, sahen uns nur geschockt entgegen. Sofort liessen die Jungs von mir ab. Damit so schnell gestört zu werden hatte Fabi wohl nicht gerechnet doch er fasste sich schnell wieder. Er presste mich an sich und gab mir einen Kuss. Ich rührte mich nicht, wehrte mich nicht und erwiderte den Kuss auch nicht.„Wir sehn uns, Süße“. Ich sah ihm nur hasserfüllt hinterher. Eine Weile standen wir nur so da, die Mädchen waren nicht in der Lage um die Situation zu raffen und interpretierten schliesslich alles falsch. „Du scheiß Schlampe“, meinte irgendwann eine von ihnen. Sie hatte Tränen in den Augen. Offensichtlich hatte sie ein Auge auf Fabi geworfen. Muss das leben hart sein wenn man keinen Geschmack hat... „Du denkst wohl, du kannst jeden haben, oder wie? Aber ich sag dir, damit ist jetzt schluss, wir zeigen dir schon wo du stehst.“ Das war Lena. Sie schubste mich so heftig, dass ich das Gleichgewicht verlor und auf den Boden fiel. „…Nämlich ganz tief unten!“ das fanden alle ziemlich lustig. Aber mir wurde nur noch übler. Mühsam rappelte ich mich an der Wand entlang hoch. Als ich endlich einigermaßen aufrecht stand spürte ich wieder zwei Hände die mich gen Boden bevörderten. Diesesmal stieß ich mir im Fall den Kopf an der Wand. Okay, Versuch nummer zwei. Als ich aufgestanden war, registrierte ich das ich zum zweiten mal innerhalb kürzester Zeit umzingelt war. Alles drehte sich. Oh, nein. Ich konnte es nicht mehr zurück halten. Ich stieß Lena und noch ein anderes Mädchen zur Seite und flüchtete mich in letzter Sekunde auf die Toilette. Ich hatte Heute morgen „vergessen“ etwas zu essen und so würgte ich so lange Wasser bis es sich mit etwas Blut mischte. Nachdem sich mein Brechreiz veflüchtigt hatte saß ich noch eine Weile neben der Toilette. Mein Blickfeld war von Tränen getrübt. Ich starrte auf die Wand vor mir. Sie war vollgekritzelt mit Botschaften an Schüler unter anderem auch an mich. Wenngleich die an mich gerichteten bei weitem nicht so freundlich wie die anderen waren. Als ich mich entgültig regeniert hatte ging ich zurück in die Umkleide. Meine Klassenkameraden waren längst im Sportunterricht. Ich hatte nicht vor ihnen zu folgen, ich wollte nur meine Sachen holen und verschwinden, doch die lagen verteilt auf dem Boden und man hatte Cola darüber geschüttet. Kurzerhand schnappte mir einen Lippenstift der zerbrochen neben meinen Fuß Kullerte und schrieb an den Spiegel: „Ich denke an euch!“ Danach schmiss ich ihn wieder achtlos zurück auf den Boden und ignorierte auch meine restlichen Sachen. Als ich an den Klassenzimmern vorbei ging hörte ich die typischen Unterrichtsgeräusche, schreiende Lehrer die verzweifelt versuchten ihre Klasse wieder zur Normalidtät zu bewegen, Gelächter. Ich hatte hier einiges Gelernt was nicht zum Unterrichtsstoff gehörte. Lachen, Zorn, Angst, Freundschaft, Konkurenzdenken, Weiterentwicklung und Rückschritt…Es war eine Welt voller Gefühlen die ich zurücklies, denn ich wusste das ich nie wieder zurückkommen würde. Aber wo sollte ich jetz hin?
Aus Vanessas Sicht:
In der dritten Stunde hatte ich eine Freistunde. Neben mir unterhielten sich die Mädels über irgendwelche Diäten die sie erfolglos ausprobiert hatten. „Ich bin so fett, ich muss unbedingt 3 Kilo abnehmen.“ Dann tus doch einfach anstatt dich drüber zu beschwehren… Ich nahm meine Banknachbarin genauer in Augenschein. Sie war klein und zierlich. Sie hatte keinerlei weibliche formen und ihre Beine wirkten storchartig. Wo will die den noch was abnehmen? Genervt verdrehte ich die Augen und seufzte. Das wird mir zu dumm…ich glaub ich setz mir nen Schuss (Anmk. der Autorin: Sowas nennt man Drogenlogik…). Also packte ich meinen Rucksack und stampfte auf die erstbeste Toilette zu. Zugesperrt. Ach ja, stimmt. Wir haben seit diesem Jahr ja einen ganz schlauen Direktor, der Wassergeld sparen möchte indem er die Toiletten absperrt und in der Pause nur eine offen lässt. Genial. Wer braucht schon Toiletten? Ich, verdammt. Ich trat gegen die Toilettentür. Scheißdreck. Da viel mir ein, das in den Sportumkleiden ja auch Toiletten sind. Triumpfierend spazierte ich also auf die Umkleiden zu, stockte aber als ich in die erste trat. Es sah aus wie in einem Schlachtfeld. Überall lagen Sachen verteilt. Ich zuckte nur die Schultern, kann mir doch egal sein also ging ich in die Toilette doch was ich hier sah, war noch um einiges krasser. Überall war Blut. Auf der Kloschüssel, auf dem Boden. Hinsetzen ging nicht, also setzte ich mir im stehen einen Schuss. Ahhh, schon viel besser! Langsam kam die Neugierde zurück. Erst jetzt ralisierte ich richtig was ich gesehen hatte und schauderte. Iih gitt, ich stand in einer Blutlache, schnell raus. Ich folgte blutigen Fußspuren. Jetzt viel mir endgültig die Klappe runter. Auf einem Spiegel in der Umkleide stand geschrieben: „Ich denke an euch“ und darunter war Artemis schwungvolle Unterschrift gesetzt. Obwohl ich auf dem zweiten Blick feststellte das die Botschaft nicht mit Blut sondern mit Lippenstift geschrieben war, lief es mir eiskalt den Rücken runter. War das eine Drohung? In fünf Minuten würde es klingeln. Besser ich verschwand bevor mich jemand mit der Sache in verbindung brachte.
Aus Artemis Sicht:
Mitlerweile dämmerte es schon und ich saß immer noch an dem verlassenen kleinen See im Nymphenburger Park. Im Sommer waren hier Überall Seerosen doch im Moment war alles zugefroren. Die meisten Leute steuerten direkt auf den großen Kanal zu oder erkundeten die kleinen Schlösser im Park. Keiner schenkte dem kleinen See Beachtung. Das war mir ganz Recht, so hatte ich den schönen Anblick für mich alleine. Doch irgendwann hörte ich Äste hinter mir knacken. „Ich wusste das ich dich hier finde.“ Es war mein kleiner Bruder. „Neuer Style?“ Ich nickte, fixierte mit meinem Blick aber weiterhin den See. „Steht dir.“ Er setzte sich neben mich. Nach einer Weile meinte er flüsternd: „Ich vermisse dich.“ Jetzt sah ich ihn überrascht an. „Ja, ich weiß, ich bin viel unterwegs, aber jetzt bin ich doch da.“ „Nein, bist du nicht……Das bist nicht du.“ Seine Stimme wurde immer leiser und zitterte. „Ich habe Angst vor dir. Was ist mit dir passier?“ Seine tiefblauen Augen klitzerten. Er meinte das ernst. Stille. Marius schaute auf den See, der immer noch ertsarrt vor uns lag. Seine, für einen Jungen, langen, braunen Haare, vielen ihm stränenweise ins Gesicht. Ich hatte nie daran gedacht wie er sich wohl fühlte. Überhaupt hatte ich mich in letzter Zeit nicht mit ihm befasst. Ich hatte immer nur an mich gedacht. Kein Wunder das mich niemand mag. „Weißt du, früher hast du mich immer getröstet, wenn Mama mit mir geschimpft hat. Du hast immer zu mir gestanden und ich wollte immer so sein wie du. Auch wenn ich dich geärgert habe. Ich war eifersüchtig weil Mama so stolz auf dich war aber du hast mich immer zum lachen gebracht. Ich hab dich doch so lieb.“ Jetzt brach er in Tränen aus und ich saß einfach nur geschockt da und sah ihn an. „Ich hab dich so lieb, aber du bist nicht mehr da, sobald du zu Hause bist rennst du in dein Zimmer, wenn wir essen, sitzt du nur da. Du sagst nichts, du starrst ins leere. Und du tust dir selbst weh. Ich hab dich gestern Nacht gehört und danach die Rasierklinge gefunden.“ Jetzt war ich an der Reihe loszuheulen. Ich kam mir so dumm vor, entblöst. Ein Reh auf der anderen Seite des Sees sah uns interessiert an. Es hatte wohl noch nie zwei Menschen wie Schlosshunde heulen sehen. Bevor ich es registrierte lag mein Bruder auch schon in meinen Armen. „Ich hab dich auch so wahnsinnig lieb. Ich..ich wurde in letzter Zeit einfach nur so oft enttäuscht, ich hatte Angst, dass mich die Leute nicht mehr lieben würden wenn ich bin wie ich bin. Deswegen hab ich mich versteckt und dabei ganz vergessen, dass es immer noch Leute gibt die mich lieben und immer lieb haben werden. Wenn man im Selbstmitleid schwelgt fällt es schwer auch die positiven Seiten zu sehen.“ „Ich hab dich immer lieb“ , schlurzte mein Bruder in meine Bluse. Ich weiß nicht wie lange wir noch so dasaßen, irgendwann gingen wir zurück nach Hause und in Marius Zimmer. Ich sah mich um. Es hatte sich nichts verändert. Die Wände waren noch immer Rot und von seidenen Tüchern geziert und in der Rechten Ecke stand Marius` Heiligtum. Seine E-Gitarre. Wir spielten zusammen Playsation. Das hatten wir wirklich lange nicht mehr getan. Irgendetwas hatte sich heute in mir verändert. Ich war immer noch ein seelischer Krüppel aber ich began mich aus meinem eigenen Universum zu entfernen und wieder andere Planeten wahrzunehmen. Ich war bereit für einen Neuanfang und einen neuen Style hatte ich ja auch schon.
Aus Vanessas Sicht:
Am nächsten Tag hatten wir um halb elf ein Meeting mit unserem Manager. Grund war die geplante vermarktung unseres Albums zu dem uns allerdings noch ein paar Songs fehlten. Auch welche Lieder es schaffen sollten auf unser erstes Album zu kommen galt es auszudiskutieren. David, Szefan und ich waren schon in einem kleinen Konferenzraum im BMG Gebäude untergebracht und wir wurden fürstlich mit Getränken aller Art versorgt. Es fehlten nur noch unser Manager, der warscheinlich noch an neuen Ideen feilte (er war wirklich übereifrig) und Artemis. Ich hatte sie Gestern nicht mehr gesehen und auch nicht per Telefon erreicht. Ich musste allerdingst auch zugeben das ich mich nicht besonders angestrengt hatte sie zu erreichen. Nicht das ich mir keine Sorgen gemacht hätte, im Gegenteil, ich wäre fast gestorben vor Nervosität aber irgendwann hatte ich vergessen mich um Artemis zu kümmern und mich in meine Angst um sie hineingesteigert. Seltsam. Steffen und David saßen mir gegenüber und tranken genüsslich ihr zweites Bier obwohl es erst zehn Uhr morgens war. Gerade wollte ich auf die Toilette verschwidnen und stand auf als ein Glas lautstark klirrte und zersprang. Daniel hatte sein Bier fallen lassen und eine riesege Bierpfütze verbreitete sich auf dem Boden doch seine Aufmerksamkeit war auf die Tür gerichtet. Dort stand eine Frau und als ich genauer hinschaute weitete auch ich meine Augen. Ich starrte diese genauso verdrottelt wie die anderen beiden an.



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