goddess06

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5. Kapitel
Aus Vanessas Sicht:
Scheiße, Scheiße, Scheiße! Als ich in unserem Hotel ankam, war Artemis immer noch nicht da. Mitlerweile suchten Steffen, David und ich, die ganze Stadt ab. Ich schickte unsre Jungs weiter, denn ich hatte eine Idee. Es war nur ein kleiner Hoffnungsschimmer aber vielleicht hatte Artemis meine Warnungen in den Wind geschlagen, hatte irgendwie herausgefunden in welchen Hotel Bill residierte und befand sich jetzt in ihrem besoffenen Zustand auf dem Weg zu ihm um die „Wahrheit“ nochmal aus seinem Mund zu hören. Artemis war Wahrheitssüchtig. Und das sie noch nicht angekommen war als ich selbst im Hilton war und mit Bill gesprochen hatte schob ich auf ihr, dank dem Alkohol, vermindertes Gleichgewichtsgefühl. Ich rannte den Weg bis zum Hotel, doch irgendwann brannten mir die Lungen, sodass ich mich hinsetzen musste. Als sich jemand neben mich setzte, bemühte ich mein keuchen zu unterdrücken und blickte auf. Eine ziemlich zwielichtige Gestalt musterte mich hinter seiner bis über die Augen gezogenen Kaputze. „Brauchst du was?“, zichte der Kerl. Verdutzt schaute ich ihn an, dabei ärgerte es mich tierisch, dass ich seine Augen nicht zu Gesicht bekam. „Ich hab feinstes Hasch dabei, oder LSD? Für so eine Süße wie dich mach ich sogar nen Sonderpreis.“
Aus Artemis Sicht:
Schnell zog ich die Tür hinter mir zu. Was machten die Kaulitz Zwillinge in meinem Zimmer? Suchend sah ich mich um. Da war ein Bademantel mit Hilton-Logo. Perfekt. Ich bedeckte meine Blöße. Moment mal. Hilton? Dann war das ja gar nicht mein Hotel!
Aus Toms Sicht:
Mit Bill hatte Artemis wohl gar nicht gerechnet. In der einen Sekunde noch da gewesen, zog sie in der nächsten schon wieder die Badezimmertür hinter sich zu. Mit dem fettesten Grinsen das ich auf Lager hatte schaute ich meinen Bruder an. Doch der erwiderte es nicht. Ich konnte aus seiner Miene nicht deuten was los war. Ausdruckslos drehte er sich um und ging ohne noch ein weiteres Wort zu verlieren. „Bill?“ Peng. Die Tür knallte zurück ins Schloss. Was war dem denn über die Leber gelaufen?
Aus Bills Sicht:
Verdammte Scheiße! Ich war ja so dumm. Ich wollte für einen Moment alles hinter mir lassen. Ich wollte raus aus dem Hotel, am besten raus aus Berlin. Einfach weg. Als ich unten in der Lobby angekommen war, kamen mir Georg und Gustav, wohl gerade erst von der Party zurück gekehrt, entgegen. „Hey Alter, was geht?“ „Hey“, antwortete ich und ging, ohne die beiden noch mal anzusehen, an ihnen vorbei. Also, war Artemis doch ein leichtes, publicitygeiles Mädchen. Eiskalt. Dieses Miststück von Vanessa hatte mich schon fast überzeugt. Ich weiß schon auf was für eine Schlagzeile die beiden es abgesehen hatten. ,Beide Kaulitz-Brüder verfallen dem Charme von Artemis’ . Schlampe! Gerade als ich das Hotel fluchtartig verlassen hatte, kam mir Vanessa engegen gestolpert. Na großartig. Das hatte gerade noch gefehlt. „Hascht du Ardemisss geschehn?“, lallte sie. „Bei Tom“. Ich ignorierte das große Fragezeichen das ihr ins Gesicht geschrieben stand und ging an ihr vorbei. Ich weiß nicht wie lange ich hirnlos durch Berlin irrte. Irgendwann versagte mir meine, zugegeben nicht sonderlich ausgeprägte, Kondition und ich pflanzte mich auf die nächstbeste Bank neben ein kleines, pummliges Mädchen und seufzte. „Oh, mein Gott, Bill, das glaub ich jetzt ja nicht, ich bin dein größter Fan.“ Sollte ich nen Fan abschleppen um mich abzureagieren? Doch als ich das Mädchen neben mir genauer musterte verging mir ganz schnell die Lust darauf. Ich schätze sie auf etwa 13. Sie hatte ungepflegte, braune Haare und ihre Brauen schienen über ihre gesamte Stirn zu wuchern und bildeten einen krassen Gegensatz zu ihren kleinen, eng aneinander stehenden, grauen Augen. Sie war hässlich. „Hi.“ Meinte ich mit einem gespielten Lächeln. Sie plapperte weiter munter drauf los, das sie wohl kein Konzert von mir (die anderen Bandmitglieder erwähnte sie nicht einmal) verpasst hatte und anscheinend eine ziemlich bemerkenswete Anzahl von Fanartikeln besaß. „Cool.“ „Nicht wahr? Und jetzt sitze ich tatsächlich neben dir und….Oh, ich bin ja furchtbar unhöflich, mein Name ist übrigens Franzi aber sag mal, was ist los?“ Eigentlich wollte ich die kleine irgendwie abwimmeln aber ihre wie von dichten Büschen umrankten Augen sahen mich erwartungsvoll an. Ich wusste nicht was in dem Moment übe rmich kam, aber irgendwie hatte ich das Gefühl mir alles von der Seele reden zu müssen. Also erzählte ich ihr von Artemis und der letzten Nacht. Sie hörte aufmerksam zu und tatsächlich, als ich mir alles erzählt hatte, fühlte ich mich besser und konnte die letzte Nacht jetzt etwas distanzierter betrachten. „Also ich konnte diese… Athene nie richtig leiden…“ „Artemis“, berichtigte ich sie. „Ach ja, wie auch immer. Sie scheint so perfekt zu sein, aber ich wusste das irgendwas nicht mit der stimmt,. So ne Schlampe.“ Schön für dich, dann warst du schlauer als ich. Aber jetzt hatte ich genug von meinem größten Fan. Sie ging mir ziemlich auf die nerven. Okay, ich hatte ihr aus einer Kurzschlussreaktion heraus mein Innerstes anvertraut, aber was bildete die sich ein über Artemis urteilen zu können. Sie kannte sie ja gar nicht! Und ich auch nicht. „So, ich muss jetzt leider los, war nett mit dir!“ lügte ich und nachdem ich Franzi noch ein Autogramm gegeben hatte, kratzte ich die Kurve, so schnell mich meine Füße trugen.
Aus Vanessas Sicht:
Ich hätte die ganze Welt umarmen können. Ich hörte die Pflanzen zu mir sprechen. Die Sonne kitzelte mich, das war wie ein Traum. Warum ist mir vorher noch nie aufgefalen wie perfekt alles ist? Vor mir tauchten Georg und Gustav auf. Man, hatte Gustav ne große Nase. Das war zu lustig. Und Georg! Mir war ja noch nie aufgefallen das er ein Teddybär ist. Oh, komm her. Ich knuddelte ihn erstmal ausgiebig. Wahnsinn. Sprechende, musizierende, Teddybären. An uns vorbei gingen zwei lila-gelb getupfte Gestalten. Ich schnappte irgendwas von Artemis und Tom auf. Ach ja! Da war doch was. Die sprechende Pflanze hatte mir doch vorhin gesagt das Artemis bei Tom sei, oder umgekehrt? „Wo ist Tom.“, trällerte ich. Doch mein Teddybär und die große Nase waren auf einmal aufgeschreckt. Sie zogen mich durch einen Regenbogen…
Aus Toms Sicht:
Ein wenig bedröppelt saß ich auf dem Bett. Ich schnappte mir meine Boxeshorts und klopfte an der Badezimmertür. „Artemis? Bist du da?“ Blöde Frage……. Langsam öffnete sich die Tür und Artemis schlich an mir vorbei, schade, sie hatte was zum anziehen gefunden. „Wo ist Bill?“ „Keine Angst,der is wieder Weg, ziemlich peinliche Situation, was?“ Artemis ging nicht auf meine Frage ein. „Dann warst du die ganze Zeit hier?“ „Ähm, ja?“ Was sollte das denn jetzt?. Artemis untersuchte ihre knallroten Fingernägel. Ich setzte mich neben sie aufs Bett und massierte ihre Schultern, im Hinterkopf auf eine Fortsetzung von heut Nacht hoffend. Ich strich ihr über den Knutschfleck den ich hier verpasst hatte aber als sie immer noch keine Reaktion zeigte ging ich um sie herum und setzte mich vor sie. Artemis begutachtete immer noch demonstrativ ihre Nägel. Als ein Wassertropfen auf ihren Zeigefinger fiel. „Artemis?“ Jetzt blickte sie auf und Tränen kullerten über ihr Gesicht. Eine einzelne Träne blieb auf ihrer Unterlippe sitzen und ich küsste sie weg. „Wie viel hast du Gestern noch getrunken?“ „Zu viel.“ Auch jetzt war ihre Stimme klar und wenn sie nicht direkt vor mir sitzen würde und ihre Tränen mir entgegen glitzern würden, ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass sie weinte. Sie stand auf und sah aus dem Fenster. In meinem Zimmer bestand die Südseite praktisch nur aus Glas. Die Vorhänge waren nicht zugezogen. Ich stellte mich hinter sie und nahm sie in die Arme. Ich wollte ihr nicht das Gefühl geben das ich es gnadenlos ausgenutzt hatte das sie betrunken war. Klar, das hatte ich, aber ich dachte auch das sie noch wusste was sie tat. „Wie war ich?“ Mit der Frage hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Ich drehte sie zu mir, sodass ich in ihre geröteten Augen sehen konnte. „Hammergeil.“ Jetzt musste auch sie lächeln, auch wenn es etwas geqält aussah. Wärend ich noch kurz ins Badezimmer verschwand, zog sich Artemis wieder vollständig an. „Ich gehe jetzt besser.“, meinte sie und trat schon in den Flur um zu gehen, drehte sich aber noch einmal um. Ich trat neben sie vor die Tür als sie fast unhörbar flüßterte. „Ihr erzählt es doch niemanden, oder? Ich meine, ich will nicht das es meine Mutter auf die Weise erfährt!“ „Na, du wirst doch schon vorher Sex gehabt haben“,meinte ich cool an die Wand gelehnt. Sie sagte nichts und sah mich nur traurig an. „Oh“. Plötzlich veränderte sich ihre Miene. Sie grinste mich frech an. Niemand hätte ihr abgekauft, dass sie bis eben noch geweint hatte. „Genau, oh. Also, ich verlass mich auf euch.“ Sie zwinkerte mir zu und drehte sich um, aber ich durchschaute das Theater. Also hielt ich sie am Arm fest und zog sie zurück zu mir. Wieder funkelte mich eine Träne auf ihrer Wange an. Ich konnte nicht wiederstehen und gab ihr einen Abschiedskuss. Doch wir wurden von grellen Lichtblitzen unterbrochen…





6. Kapitel
Aus Georgs Sicht:
Vanessa kicherte den ganzen Weg nach oben. Sie fand die Tatsache das Tom und Artemis Morgen auf allen Titelblättern zu sehen wären wohl ziemlich lustig. Zum Glück hatten die Paparazzi Vanessa nicht bemerkt. Goddess 06 auf Drogen, das hätte noch einen größeren Skandal gegeben. Aber darüber brauchten wir uns keine Sorgen zu machen, denn die Paparazzi waren zu sehr damit beschäftigt über die Prämie die sie dank der Fotos bekommen würden zu pralen. Nanu? Vanessa hatte aufgehört zu lachen. Sie taumelte etwas und sackte in sich zusammen. Gustav reagierte schneller als ich und fing sie im letzten Moment, bevor sie mit dem Kopf gegen die Wand gekracht wäre, noch auf. Zusammen hievten wir sie hoch. Sie wog nicht viel, aber ihre Größe erschwehrte die Aktion um einiges. Oben angekommen schickte ich Gustav zu Tom und Artemis, die immer noch ziemlich bedröppelt im Gang rum standen und schleppte Vanessa in mein Zimmer. Dort angekommen legte ich sie auf meinem Bett ab und deckte sie zu. Sie sah wirklich süß aus wenn sie schlief….

Aus Artemis’ Sicht:
Ich hatte aber auch gar kein Glück. Irgendwie hatten die Paparazzi mitbekommen, dass ich hier übernachtet hatte und etwas versteckt auf uns gewartet. Das war doch alles nicht war. Wie konnte ein Mensch nur so viel Pech haben? Das war…. irgendwie komisch, sogar richtig lustig. Als Gustav mit besorgeten Gesichtsausdruck auf uns zu kam fing ich an zu lachen. „Das verrückte Lachen liegt wohl bei denen in der Band“,meinte Gustav und zog Tom und mich zurück in Toms Zimmer. Tom sagte nichts. Er hatte wohl mit seinem inneren Schweinehund zu kämpfen, denn er versuchte krampfhaft sein Grinsen zu unterdrücken. Klar, das kam seinem Image ganz recht. Mittlerweile hatte ich mich wieder beruigt. Keiner sagte etwas, es war einfach nur Stille. „Nun ja, ich denk ich geh dann jetzt besser. Die anderen machen sich sicher schon Sorgen wo ich bleibe. Und Vanessa…“ „Vanessa ist in Georgs Zimmer“, unterbrach mich Gustav. Jetzt sahen Tom und ich Gustav entgeistert an. „Na wenn das so weiter geht können sich Tokio Hotel und Goddess 06 bald zusammen tun.“, lachte Tom doch als er von mir einen wütenden und von Gustav einen vorwurfsvollen Blick erntete meinte er kleinlaut: „Tschuldigung“. Wieder eine peinliche Stille. „Gut, dann geh ich jetzt rüber zu Georg, schnapp mir Vanessa und gehe zurück ins Estrel (unser Hotel).“ „Da könnte es ein Problem gehen“, meinte Gustav und erzählte mir daraufhin in welchem Zustand sie Vanessa vorgefunden hatten. Tom machte große Augen und ich sah Gustav nur ungläubig an. „Vanessa nimmt keine Drogen.“ Sagte ich mehr zu mir selbst als zu den anderen. Nicht Vanessa. Vanessa macht sowas dummes nicht. Nein. Ich musste jetzt sofort zu ihr. Ich stand auf , stürmte aus dem Zimmer, rannte wieder zurück, fragte welche Zimmernummer Georg hatte und bremste schliesslich vor der Tür Nummer 225. Ohne zu zögern ging ich rein und da saßen Vanessa und Georg und küssten sich.
Aus Vanessas Sicht:
Als ich wieder zu mir kam lag ich in einem Hotelzimmer und Georg saß neben mir. Die Wirkung liess langsam nach, denn Georg hatte jetzt nur noch Bärenohren und sonst keine tierischen Merkmale an sich. Das Radio lief. Nena mit ,Liebe ist’. Ich weiß auch nicht was mich da geritten hatte aber ich konnte nicht anders und küsste Georg bis Artemis in unser Zimmer platze. Jetzt saßen wir wieder im Estrel. Artemis löste für mich und sich jeweils ein Aspirin auf und reichte mir eines. Sie hatte den ganzen Weg her nichts gesagt. Ob sie wohl schon mit Bill gesprochen hatte? Ich sollte die Karten wohl offen auf den Tisch legen. Sie würde es sowieso irgendwann erfahren. Sie setzte sich auf den Stuhl mir gegenüber. „Seit wann machst du solche Dummheiten?“ Jetzt oder nie, sagte ich mir und erzählte ihr alles was ich letzte Nacht verbrochen hatte. Artemis hörte mir aufmerksam zu. Als ich endlich fertig war. Trank sie ihr Aspirin noch aus. Sah mich ein letztes mal an und ging aus dem Zimmer. Kein Wort. Keine Reaktion. Sie fragte mich nicht warum ich all das getan hatte. Was hatte ich nur angerichtet? Um 14.30 startete unser Flieger Richtung Hannover. Wir hatten am nächsten Tag noch ein Konzert aber ich fragte mich ernsthaft wie das ablaufen sollte. Artemis ging mir aus dem Weg. Sie sprach nicht mit mir oder mit den anderen. Saß die ganze Zeit auf ihrem Zimmer und kam nicht mal zum essen runter. Stefan und David erzählte ich was passiert war, nur den Grund für die Eifersucht und das mit den Drogen ließ ich weg. Aber auch das war genug. Stefan sah mich entsetzt an: „Sag mal tickst du noch richtig? Ich an ihrer stelle würde auch kein Wort mehr mit dir wechseln!“ „Fühlst du dich jetzt wenigstens richtig dreckig?“ meinte nun auch David. Ich nickte. „Gut, dann können wir ja jetzt endlich losziehen. Aufgehts, schaun wir mal was das hannoverische Nachtleben zu bieten hat.“ Hä? Das war alles? „Was? Keine moralpredigt?“ „Nö, wir gehen jetzt feiern. Ach komm, jeder baut mal scheiße und glaub mir, dein schlechtes Gewissen ist Strafe genug, aber wehe dir wenn wir morgen den Auftritt verkacken!“ So zogen wir also los und ließen uns in einer versifften Kneipe nieder in der sonst nur alte Trucker ihre Bierchen trunken. Die Jungs taten es den Alten gleich, die uns nicht weiter warnahmen, und bestellten sich jeder ne Maß. Mir war der Appetit auf Drogen jeglicher Art für Heute wirklich vergangen, also ließ ich mir ne Apfelsaftschorle bringen. Die Kellnerin war davon nicht begeistert aber sie brachte uns schon nach kurzer Zeit die Bestellung. Die Jungs lachten und machten Witze. Aber irgendwas stimmte mit mir nicht. Ich war nervös, hibbelig. Irgendwas fehlte mir. Ich konnte nicht länger sitzen und ging auf die Toilette. Wiederlich. Sowas ekelhaftes hatte ich noch nie gesehen. Der Boden, früher warscheinlich weiß gewesen, war mitlerweile pissgelb. An der Wand rann der Moder und es stank entsetzlich. Was war nur los? Ich ging im Kreis nur um eine Beschäftigung zu haben. Kacke. „Warum ist nur alles so scheiße?“, schrie ich und trat gegen eine Kabinentür, welche sofort aufsprang und eine fertig aussehende Frau mitte 30 zum vorschein brachte. Neben ihr lag ein Päckchen weißes Pulver. Sie war gerade dabei gewesen sich eine Spritze anzusetzen.
Aus der Sicht von Daniel:
Wir saßen nun schon ne Stunde hier rum und Vanessa schien abwesend, etwas suchend und dazu hyperaktiv. Ich wär ihr am liebsten an die Gurgel gegangen, so sehr hatte sie genervt aber ich wusste das sie die Sache mit Artemis eben schwer belastete. Als sie nach ner Weile von der Toilette wieder kam, ich weiß nicht was Weiber immer so lange auf Toiletten zu suchen haben, war sie wieder ganz die Alte. Wir blieben noch zwei Bier und wollten weiter ziehen als Vanessa feststellte das sie ihren Geldbeutel verloren hatte. Sie suchte noch eine Weile, kam dann aber zu dem Ergebnis das sie ihn letzte Nacht in der Hektik wohl verloren haben müsse. Also bezahlte ich wiederwillig für sie. Wir machten noch zwei Discos unsicher und Vanessa tanzte wie eine wilde. Woher sie nach der letzten Nacht die Kraft dafür hatte? Oliver und ich blieben cool an der Bar stehn und checkten die Chicas ab. Wiederum ein Bier und drei Flirts später machten wir uns wieder zurück auf ins Hotel. Auf den Weg in unsre Zimmer klopften wir noch bei Artemis, doch wie erwartete zeigte sie keine Reaktion. Vanessa sah wieder sehr traurig aus als wir uns gute Nacht wünschten. Da musste sie jetzt durch…
Aus Vanessas Sicht:
Am nächsten Morgen wachte ich schon früh auf. Einschlafen konnte ich nicht mehr also stand ich seufzend auf, zog mir ne Jeans und ein Printshirt über und ging runter zum Frühstück. Ich hatte nen riesen Kohldampf und stopfte drei Semmeln, Müsli und ein Spiegelei in mich rein. Ich sah auf die Uhr. Erst acht. Vor zehn brauchte ich bei den Jungs nicht klopfen, und selbst zu dieser ,unchristlichen’ Zeit , wie die Jungs immer betonten, war nicht gesagt das ich sie wach antreffen würde. Also ging ich das Hotel erkunden. In der Lobby saßen schon ein paar wichtig wirkende Leute und tranken Kaffee. Schnarch. Wie Öde. Da sah ich nen Kiosk. Perfekt. Ein paar Zeitschriften durchblättern , das sollte mich ne Zeit lang beschäftigen. Die Kassiererin begrüßte mich höflich, allerdings etwas verschlafen. „Was zum..“ Für den Fall, dass ich auch noch nen Funken Müdigkeit in mir getragen hatte war der jetzt auch verschwunden. Denn auf den Titelblättern fielen mir Bilder von Artemis und Tom unter Schlagzeilen wie „Tom, vergeben?“, „Sex im Tokio Hotel“ ins Auge, wie sie sich küssten. Wie in Trance nahm ich ein Magazin in die Hand das mit vier Seiten Exklusivbericht warb. Neben dem Bericht waren Fotos von Tom und Artemis bei der Sache. Ein Paparazzi, der für seine Skrupellosigkeit bekannt war, hatte zufällig in einem Zimmer gegenüber von Tokio Hotel residiert und die beiden durch das nicht von Vorhängen verdeckte Fenster fotografiert und sich am nächsten Tag vor dem Zimmer von Tom, in der Hoffnung auf noch mehr Materal, positioniert. Als ich einige Berichte las wurde mir schlecht. In einem Heft wurden sie als Traumpaar angesehen und haarklein die Zukunftschancen ihrer Liebe analysiert, in einem anderen wiederum wurden die beiden in den Schmutz gezogen und sogar in der Süddeutschen Zeitung wurde über sie mit dem Titel „die Hemmungslosigkeit der heutigen Jugend“ berichtet. Entsetzt starrte ich noch eine Weile auf die Bilder, was hatte ich denn da wieder verpasst?, als mein Handy klingelte.



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