goddess06

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1.Kapitel
Ich öffnete meine Augen. Mir kommt immer noch alles wie ein Traum vor. Innerhalb weniger Monate hatte sich mein Leben so fundamental verändert. Ich schaute mich um um mich wieder zu orientieren, da fiel mir es mit wieder siedentheiss ein. Ich fragte meinen Sitznachbarn wann wir landen würden. Noch eine Stunde. Eine Stunde, dann wäre ich wieder in Deutschland, dass ich vor 3 Monaten verlassen hatte. Ich fing an mit den Nägeln auf der Lehne zu hämmern und dabei nervös mit meinem rechten Bein zu wackeln bis ich bemerkte wie ich böse Blicke von rechts einfing. Peinlich berührt stand ich auf. Ich musste mich jetzt einfach bewegen und stolperte in meinen All Stars aus der First Class Richtung Bordtoilette. Ich setzte mich erschöpft auf die Kloschüssel und seufzte. In letzter Zeit konnte ich so viel schlafen wie ich wollte und fühlte mich schlussendlich genauso schlapp wie vorher. Ich war gestresst. Ich wurde von einem Termin zum nächsten kutschiert wo ich mir vorgefertigte Interviews beantworten durfte. Was ist nur mit mir passiert? Ich bin ein Nervenbündel geworden. Langsam stand ich auf und sah in den Spiegel. Was fanden nur alle an diesem Gesicht? Okay, ich fand nie das ich schlecht aussehe, aber ein Supermodel? Unter meinen dunkelblauen Augen machten sich in den letzten Tagen dunkle Schatten breit Sie verfolgten mich wie die dunklen Dämonen in meinen Gedanken. Ich hatte Angst wieder zurück zu gehen. Ich war noch nie sonderlich beliebt gewesen. Irgendwie hatte ich es immer geschafft meine Freunde zu vergraulen. Warum die Freudschaft in die Brüche ging, verstand ich dabei aber nie. Ich lernte immer schnell neue Leute kennen, doch genau so schnell wie ich mích an sie gewöhnte fingen sie an mir Steine in den Weg zu legen wie es nur ging. Gerüchte wurden verbreitet. Als mich meine damalige beste Freundin durch eine neue in der Klasse ersetzt hatte, fing ich gerade an mich damit abzufinden, dass ich wohl nen echt miesen Charakter haben muss. So fiel ich in ein tiefes Loch bis mir jemand die Hand reichte. Ihr Name war Vanessa. Ca 1,75 groß, grüne große Augen, kinnlange blonde Dreads und einen Style vollkommen unabhängig der aktuellen Mode. Sie war anders als alle andern die ich vorher kannte. Sie erklärte mir ihre Welt und warum ich bisher nicht sonderlich viel Glück in Freundschaftsangelegenheiten hatte: „Du bist anders als diese oberflächlichen Vollidioten, du verstellst dich nicht, verstehst nichts von Intrigen und bist somit natürlich ein besonders gutes Opfer. Schau sie dir doch an, laufen rum in den teuersten und zugleich langweiligsten Klamotten von Hilfigher oder Ralf Lauren, denken sie können sich ne eigene Persönlichkeit kaufen und fühlen sich erwachsen und toll wenn sie andere Leute fertig machen. Wenn du mich fragst, die haben Angst vor Leuten wie uns. Sie wissen genau, dass sie uns unterlegen sind und versuchen darum alles um zu verhindern. dass wir Erfolg haben.“ Ich musste lachen als ich an Vanessa dachte. Mit der Zeit freundeten wir uns immer mehr an. Ich hörte auf zu versuchen es allen Recht zu machen und zog mein eigenes Ding durch. In meinem Jahrgang wurde ich geschnitten aber das interessierte mich nicht mehr, ich stand den Unterricht durch und flüchtete in die Pause zu Vanessa, die eine Klasse über mir war. Eines Tages trafen wir uns zufällig in der Stadt. Wie ich damals erführ kam Vanessa gerade vom Schlagzeugunterricht. Schlagzeug, das passte zu ihr und als ich ihr verdutztes Gesicht sah als ich ihr erzählte das ich gerade vom Gesangunterricht kam prusteten wir beide los. Noch am selben Tag verabredeten wir uns zum gemeinsamen Musizieren und nach ein paar Monaten und einem Gitarristen, David, und einem Bassisten, Stefan, später stürmten „die Geächteten“ die Clubs in und um München, natürlich mit selbstgeschiebenen Songs. Eines Abends, kurz vor den Sommerferien, sprach mich ein Modelscout an und gab mir seine Karte. Tja, und so fing alles an. Innerhalb kürzester zeit wurde ich ‚das’ Nachwuchsgesicht und lief für namehafte Designer und Labels wie Kenzo, Gucci, Chanel und Armani. Vanessa und die Jungs vernachlässigte ich und fühlte mich deswegen schrecklich. Ich hatte Angst ungewollt wieder meine Freunde verloren zu haben. Ich strich mir noch eine gelockte, goldblonde Sträne aus dem Gesicht und machte mich, nicht weniger aufgeregt, wieder auf den Weg zurück zu meinen Platz. Ich hatte mich wohl eine ganze weile in der Toilette eingesperrt, denn der Pilot machte uns darauf aufmerksam das der Flieger in etwa ein viertel Stunde landen würde.
In München angekommen, mein Gepäck im Schlepptau und mit Cap und Sonnenbrille verkleidet schaute ich mich suchend in der wartenden Menge um. Wie ich aus den Augenwinkeln mitbekam hatten ein paar Paparazzi von meiner verfrühten Ankunft erfahren aber ich tat so als würde ich sie nicht bemerken und steuerte gerade auf drei mir wohl bekannte Personen zu. Mein kleiner, vier jahre jüngerer, Bruder rannte mir entgegen und umklammerte mich sodass ich um meine Atemluft fürchten musste. Als klein konnte ich ihn allerdings nicht mehr wirklich bezeichnen, er war über meine verlängerten Sommer“ferien“ um einiges gewachsen und nun in etwa so groß wie ich also 1,76cm. Danach kam eine große, schlanke Frau, wie immer shick gekleidet, mit verheulten Augen auf mich zu. „Ich hab dich ja so vermisst, mein Schatz! “, schluchzte sie und tat ihr übriges um meine Bewegungsfreiheit zu rauben. Mein Vater stand daneben und beobachtete mein gequältes Gesicht amüsiert, bis er sich schließlich herablies und mir half. „Jetzt lasst Artemis doch erstmal hier ankommen“ Er schob die beiden anderen zur Seite und umarmte mich auch kurz. Wenn ich mich für Heute von weiteren Begrüßungen erlöst dachte, hatte ich mich geschnitten, denn weiter hinten entdeckte ich einen blonden dreadkopf der grinsend auf mich zugelaufen kam. „Na sieh mal einer an, unser Supermodel is mal wieder im Lande!“, rief Vanessa mir zu. Diesmal musste ich mit den Tränen kämpfen und lief auf sie zu. Wir umarmten uns zu stürmich und stolperten über ein paar Koffer. Am Boden kugelten wir uns vor lachen. Alles war genau wie Früher. „Ich hab euch so vermisst, die Musik, die Clubs, die Proben… aber vor allem dich.“ „Ich weiß, Mieze“ antwortete mir Vanessa, frech wie immer. Vanessa fuhr noch mit zu uns und übernachtete das ganze darauf folgende Wochenende. Am Samstag verabredeten wir uns dann mit unseren Jungs in unserem Proberaum in einem verlassenen Haus á la Dracula Style. Das erste mal seit drei Monaten. Zuerst kam David zu uns, cool wie immer. Seine schwarz- grün durchsträhnten Haare hatte er natürlich perfekt gestylet. Eine Seite hatte er fast kahl geschoren und auf der anderen fielen ihm die Haare, etwa bis zum Kinn ins Gesicht und über seinen fast schwarzen Augen. Auch sein Klamottengeschmack war unverändert geblieben. Bis zur unkenntlichkeit zerissene Jeans, sowie Nietengürtel, provokante Aufdrücke auf seinen T-Shirts und Springerstiefel. Zur Begrüßung fiel er über mich her, legte mich mit einem Ruck über seine Schulter (ein Muskelprotz wie eh und je) und meinte das er mich nun nie wieder gehen lasse. Wie gerufen stand auch schon Stefan in der Türschwelle half David mich durchzukitzeln und die Treppe runter in unseren Proberaum zu schleppen. Stefan trug seine braunen Haare zu einem Pferdeschwanz, ein weißes T-shirt und eine schwarze jeans, dazu blaue All Stars. Sein Style wirkte gammlig und unüberlegt aber ich kannte ihn mitlerweile genug um zu wissen das das alles haarklein geplant war. Nachdem ich nach Luft jappsend um erbarmen bat, liesen die beiden von mir ab und wir widmeten uns unserer Musik. Wie ich das alles vermisst hatte. Der Tag verging viel zu schnell. Ich hatte endlich wieder das Gefühl ein normaler Mensch zu sein und nicht nur wie ein Stück Fleisch behandelt zu werden.Spät Abends machten wir uns alle wieder auf den Heimweg, natürlich nicht ohne mir vorher auf die Nase zu binden, dass ich ja früh ins Bett gehen solle. Diesmal musste auch ich über das Gefrotzel der anderen lachen. Ich war schon immer ihr Nesthäkchen gewesen uns sie machten mich auch immer wieder darauf aufmerksam. Ich war 15, Vanessa 17, Oliver 19 und Daniel schon 21. Am nächsten Tag gammelten Vanessa und ich noch bei mir zu Hause rum und zappten uns durch die Tv- Welt. Bis ich auf Mtv innehielt. Es lief gerade die Ringtone Werbung für ‚durch den Monsun’ von Tokio Hotel. Ich hatte den Hype um die Jungs aus Magdeburg nicht mitbekommen, da sie in Amerika natürlich nicht in den Charts vertreten waren, und war wie hypnotisiert vom Refrain. Wow. Der kurze Ausschnitt hatte sich richtig in meine Hirnhaut eingebrannt. „Na? Was neues entdeckt?“ fragte michVanessa. „Na aber hallo, ich krig die Melodie nicht mehr aus dem Kopf und die Sängerin hatte nen Hammerstyle, wow, und die sah gut aus!“ Ich stockte mit meiner Schwärmerei als Vanessa losprustete und sich vor lachen den Bauch halten musste. „Was ist? Meinst du ich bin lesbsich geworden nur weil ich mal meine das jemand gut aussieht, oder was?“ „Nee, nee. Keine Angst, das du lesbisch bist können wir mal ausschliessen“, meinte Vanessa als sie sich wieder einigermaßen gefasst hatte und fuhr fort als sie mein verwirrtes Gesicht sah: „Also, die Sängerin in nämlich eigentlich ein Sänger!“ *drop*. Da fiel mir die Kinnlade runter. „Nich im ernst!“ „Doch“ „Aber der klingt doch gar nicht so“ „Ich weiß“ „Oh man..“ „Yep“ nach einer kurzen Pause sagte ich ohne zu überlegen:„Aber der Kajal betont seine Augen so geil…“ Vanessa und ich sahen uns eine Sekunde an und prusteten wieder los. Das ich den Satz einmal sagen würde hätte ich echt nicht gedacht. Im laufe des Tages klärte mich Vanessa noch auf das der Sänger, Bill, noch nen Zwillingsbruder,Tom, habe der ebenfalls in der Band spiele und das die beiden auch erst 16 sind und seit ein paar wochen die Spitze der Charts belegen.



2. Kapitel
Am nächsten Morgen, brach für mich mein erster Schultag etwas verspätet an, wegen der Arbeit wurde ich einen Monat von der Schule befreit und jetzt war es so weit, wieder zurück in meine verhasste Klasse und das Schulleben so weit wie möglich geniessen. Ich zog mir eine zerschlissene Jeans an, ein grünes Shirt von Criminal Clothing, grün war meine Lieblingsfarbe wie jeder in der aktuellen Cosmopolitan nachlesen konnte, und meine All Stars. Mein Locken lies ich wild um mein Gesicht fallen. Wahnsinn, erst jetzt fiel mir auf wie sehr meine Haare gewachsen waren. Mittlerweile gingen sie mir bis zur Mitte meines Rückens. Noch etwas Wimperntusche, Lipgloss, fertig. Die Nervosität stieg langsam wieder und ich betrachtete missmutig mein ferrariroten Nägel. Jetzt kam auch Vanessa verschlafen ins Bad getappst. Sie trug einen bunten Rock und dazu ein Printschirt in einer komplett anderen Farbe. Sie liebt ihre Printshirts und trägt sie zu allem, obs passt oder nicht war ihr dabei ziemlich Schnuppe. Nachdem Vanessa noch etwas Gefrühstückt hatte, ich saß nur daneben da ich keinen Bissen runter bekam, machten wir uns auf den Weg zur Schule. Um mich abzulenken sprachen wir von unserem nächsten Gig. Im Atomic Cafe fiel für die nächste Woche eine Band aus und wir hatten die Möglichkeit dafür einzuspringen. „Na klar! Keine Frage, wir sind dabei. München, pass auf, du hast mich wieder!“ Am Ende der Straße war mitlerweile das Schulhaus zu erkennen. Vanessa bemerkte wie ich mich anspannte und drückte meine Hand um mich zu beruigen. Zusammen gingen wir zu meinem Klassenzimmer. Von allen Seiten starrten mich die Leute an, auch diejenigen die sich früher nicht den Dreck unter ihren Nägeln um mich geschert hatten musterten mich auffälig. „Okay, das schaffst du schon, Süße, ich muss jetzt los, Italienisch….wir sehn uns in der Pause, wie immer vorm Kiosk.“ „Okay, bis dann. Viel Spaß noch“, meinte ich sarkastisch. Vanessa hob eine Augenbraue, dachte sich ihren Teil und verschwandt Richtung Keller. Tief durchatmen, jetzt geht’s in die Höhle des Löwen und ich betrat das Klassenzimmer. Mit einem mal wurde es still. Alle starrten mich an. Einfach ignoriern, machte ich mir selbst Mut. Ich schaute mich nach einem freien Platz um bis plötzlich jemand sagte: „Setz dich zu mir, hier ist noch Platz“ etwas verdattert Stellte ich fest das die Stimme meiner früheren besten Freundin Leni gehörte. Vor den Ferien hatte sie es vorgezogen kein Wort mehr mit mir zu sprechen. Egal, ich steuerte schon auf Leni zu als immer mehr Leute mir einen Platz anboten. „Komm zu mir“, meinte unser Klassengangsta „Aber da sitz doch ich!“, meinte offensichtlcih seine neue Flamme empört. Ich stand noch kurz etwas unbeholfen im Zimmer, entschied mich dann aber für Leni, immerhin hatten wir mal ne tolle Zeit zusammen. Kaum hatte ich mich gesetzt strömten schon alle auf mich zu. „Erzähl mal, wie war das so?“ „Darf man wirklich alle Klamotten behalten?“ „Und stimmt es das die Drogenszene so krass ist?“ Ich wusste gar nicht wem zu erst antworten. „Ähm.. ja also ich…“ Zum Glück wurde ich von unserem Klassenlehrer erlöst, der so schnell wie Möglich den Unterricht durchziehen wollte. Ich grübelte noch eine Weile über das eben Geschehene, was war denn das gerade? Auf einmal bin ich wieder interessant für die, oder wie? Ich wurde wütend, diese scheiß heuchler. Doch bevor ich mich noch mehr in meine Wut hineinsteigern konnte wurde ich aus meinen Gedanken hinausgerissen. „Artemis, würden Sie uns vielleicht die Ehre erweisen und auf meine Fragen antworten?“ Autsch, was waren denn das für Töne? Herr Schalk war doch noch nie ein Zyniker…„Ähmm.. ja, wie war die Frage noch gleich?“ Oh, oh, Fehler! Die Antwort hat ihm wohl gar nicht gefallen, seine Augen fingen an zu funkeln und seine Nasenlöcher bebten wütent. Erschrocken sah ich ihn an als er mich anschrie: „Sie halten sich wohl für etwas besseres, haben es nicht mehr nötig in die Schule zu gehen, was bilden sie sich überhaupt ein. Raus! Raus aus meinem Unterricht!“ Eine Weile sah ich Herrn Schalk noch verblüfft an, doch sein Finger zeigte nach wie vor auf die Tür. Irritiert stand ich auf und ging raus. Die nächsten Stunden waren nicht viel besser. Die Lehrer hatten sich wohl gegen mich verschworen und beleidigten mich wo es nur ging. Jetzt sehnte ich den alten Zeiten entgegen als ich noch schön ignoriert wurde. In den Pausen wurde von allen Seiten getuschelt. Gerade auf der Suche nach Vanessa kam ich an Leni und ihrer Clique vorbei und hörte wie sie über mich herzogen: „Die is so ne eingebildete Kuh. Echt. Hält sich jetzt für was besseres weil sie ihren Arsch in jede Kamera streckt“ „Ein Glück das die so leicht zu haben is, ich versuch später mein Glück“ „Boa ey, pass auf, am Ende fängst du dir noch was ein. Die Steckt voll in der Drogenszene, du weißt schon, am Ende bekommst du noch ne Krankheit von der Gratis“ „Ich finde wir sollten uns an sie halten, vielleicht lernen Promis kennen und sie schleppt uns mit auf Partys!“ Ich hatte genug gehört. Ich schaute mich ein letztes mal nach Vanessa um, ging schnell nach draussen und steuerte Richtung Lehrerparkplatz aus dem Schulgelände bis mich von hinten eine Hand festhielt.
Aus Vanessas Sicht:
Gerade stieg ich die Treppe hinauf als ich schon Artemis an mir vorbeirauschen sah. Sie sah ziemlich durch den Wind aus. Natürlich hatte auch ich das Geschwätz der anderen mitbekommen, doch Artemis blieb demgegenüber völlig cool. Sie meinte das sie sich mitlerweile daran gewöhnt hatte, doch so ganz wollte ich ihr nicht glauben. Also folgte ich ihr und als ich sie eingeholt hatte und festhielt rann eine vereinzelte Träne ihr Gesicht hinunter. Mal wieder errinnerte sie mich an eine wunderschöne Puppe. Ihre Haut errinerte stark an Porzellan, weiß und eben. Sie hatte einen kleinen, vollen, schön geschwungenen Mund wie man sie oft bei alten, wertvollen Puppen sah, der sich im Moment schlurchzent zusammen zog und katzenartige tief dunkelblaue Augen die mich erwartungsvoll ansahen.„Hey, Mieze, was ist los?“ Ihren Augen verdankte sie auch ihren Spitznamen, sie konnte einen richtig in ihren Bann ziehen. Mit nur einem Blick konnte sie alles ausdrücken und gleichzeitig blieben sie unergründlich, wenn sie nur wollte. Sie wirkte so zerbrechlich bis sie mit ihrer vollen, für eine Frau tiefen Stimme, cool wie immer, sprach. „Nichts. Ich hab mich nur mal wieder in etwas verannt. Ich hab mir doch tatsächlich eingebildet das ich wieder mit Leni Freundschaft schließen könnte. Scheiße ich bin so naiv“ „Yep, das war naiv, aber hey, das liebe ich an dir“ Jetzt huschte wieder ein Lächeln über ihre perfekten Lippen und sie fiel mir um den Hals. Eigentlich fand ich Artemis viel zu dünn, sie wog bei ihren 1,76cm gerade mal 47kg, aber trotzdem konnte sie an Kurven nicht geizen. Sie hatte schon immer eine Vespentaille und ihre Brüste waren auch nicht zu verachten .Als ich ebendiese wärend ihrer festen Umarmung spürte begannen in meinem Bauch Schmetterlingslarven zu schlüpfen und eine wilde Party zu feiern. Was war nur los? In der Zeit als Artemis in der Weltgeschichte umher reiste gab es keinen Tag an dem ich nicht an sie dachte, eigentlich hätte ich schrecklich wütend uaf sie sein müssen da sie sich nie meldete aber stattdessen war ich überglücklich als ich sie endlich wieder bei mir hatte. Da es wieder zum Unterricht läutete gingen wir Händchen haltent zurück. Ach wenn sie mich doch nie loslassen würde…
Aus Artemis sicht:
Ich wusste das mich Vanessa aufgehalten hatte. Für einen Moment hatte ich vergessen das ich sie hatte und machte das Szenario von Früher wieder durch indem ich alles verloren hatte was mir wichtig war. Aber Vanessa war für mich da. Jetzt konnet mir keiner mehr was. Als ich wieder im Klassenzimmer war, setzte ich mich an einen Einzeltisch weswegen ich mir merkwürdige Blicke meiner Klassenkameraden einfing. Versuche in den nächsten Tagen mit mir anzubandeln lies ich nicht zu und die Zeit verflog bis zu unserem Gig. Wir waren alle wahnsinnig aufgeregt doch der Auftritt verlief reibungslos und wir brachten das Puplikum zum kochen. Nachdem wir uns an einen Tich gesessen hatten, ich noch einige Autogramme gegeben hatte und wir uns nen Eimer Zombie bestellt hatten bekamen wir Gesellschaft von einem Mann der sich als Jörg Blum vorstellte. Er war Manager bei BMG und lud uns ein doch ein paar Probeaufnamen zu machen. Er erklärte uns desweiteren das wir ihm schon vor meiner Kariere aufgefallen wären aber das wir nun, dank mir, noch einiges an popularität gewonnen hätten und wir uns sicherlich gut vermarkten würden. Wie waren begeistert. Ein Traum ging für uns in erfüllung als wie eine Woche später unseren Vertrag unterzeichneten. Ich war die besonderen Klauseln schon gewöhnt doch meine Bandkolegen sahen etwas überrumpelt aus der Wäsche. als sie Klauseln lasen wie, dass man keine Handynummern rausgeben darf, man nicht schlecht über andere Künstler sprechen darf, Beziehungen nicht an die Öffentlichkeit dürfen und und und. Dann ging alles ganz schnell. Unser Name wurde geändert (von nun an hießen wir goddess06), unser eigener Style wurde von Stylisten nochmal um einiges verstärkt und rechtzeitig zur Weihanchtszeit promoteten wir unsere erste Single. Unser Manager und Produzent hatte Recht. Wir erhielten große Nachfrage. Rock war wohl wieder modern geworden und fing an Hip Hop zu verdrängen. Auch in der Schule hatte sich einiges verändert. Einige versuchten sich bei uns einzuschleimen, andere gaben lauthals ihr missgefallen an uns bekannt. Doch am schlimmsten waren die Fans die uns überall belagerten. Okay, Fans waren uns sehr wichtig doch es ging so weit das wir uns in den Pausen verstecken mussten und nicht mal im McDonalds ungestört aufs Klo gehen konnten. Diesmal war ich nicht alleine und ich hatte das Gefühl rechtmäßig im Rampenlicht zu stehen. Ich wurde für meine Stimme bewundert, für mein können als Sängerin und nicht nur fürs nichts machen und fotografieren lassen. Einen Tag nachdem wir erfuhren, dass goddess06 Platz 2 der deutschen Singlecharts belegte (Wahnsinn!) hatten wir einen Auftritt bei the Dome. Bisher hatten wir noch nie vor so vielen Leuten gespielt und ich war dementsprechend wahnsinnig hibbelig und aufgedreht. Nach dem Soundcheck erfuhren wir auch, dass unter anderem Nena, Xavian Naidoo und Tokio Hotel mit uns auftraten. Doch anstatt auf Erkundungstour gehen zu können, mussten wir, nachdem wir uns fertig gemacht hatten (Ich trug ein dunkelgrünes Minnikleid im Lolitastyle und dazu schwarze High Heels die bis zu den Knöcheln hoch gebunden wurden), noch ein paar Interviews geben. Dann standen wir auf der Bühne. Mein Adrenalin flashte mich und die Zeit auf der Bühne verflog wie im Traum.
Aus Vanessas Sicht:
Der Auftritt war gigantisch! Selbst als wir wieder im Hotel waren und uns für die After Show Party fertig machten, dachte ich noch an die tosende Menge. Ich war schon fertig angezogen mit ausgefransten Jeans Hotpants und nem roten Stuff Shirt das ich unserer Crew geklaut hatte. Noch einmal ging ich unseren Auftritt durch bis Artemis das Zimmer betrat. Ich konnte mich gar nicht an ihr satt sehen. Sie trug ein weißes Hauchdünnes Shirt welches ihr zu lang war und so kurzehand als Minnikleid umfunktioniert wurde. Dazu einen braunen, breiten Gürtel und eine aufällige Kette aus Holzperlen. Sie sah aus wie ein Engel und gleichzeitig die Sünde in Person. Das „Kleid“ umspielte ihre Kurven und war so dünn das ich mit hochroten Kopf weggsah um es nicht zu auffällig zu machen das ich auf ihre BH-losen Brüste starrte. Bei jedem schritt wippte ihre lockige Mähne mit. Scheiße. In den letzten Monaten fühlte ich mich immer mehr zu Artemis hingezogen und ich begann ernsthaft zu überlegen ob ich mich in sie verliebt hatte.
Wieder aus Artemis Sicht:
Als ich aus dem Badezimmer kam verhielt sich Vanessa mal wieder seltsam mir gegenüber. Sie ging mir immer öfter aus dem Weg doch im nächsten Moment waren wir wieder die besten Freunde und lachten. Also schob ich meine Sorgen beiseite, hakte mich bei ihr ein und wir fuhren zur Party. Anfangs saßen wir vier noch zusammen an der Bar, doch etwas später wollten die anderen die Räumlichkeiten erkunden gehen. Ich blieb noch ne Weile an der Bar sitzen und nippte an einer Cola bis ich unabsichtlich ein Gespräch aufschnappte. „Boah ey, schau dir die mal an! Was für ein Gestell!“ „Ja, nicht schlecht aber wie findest du die mit den braunen Haaren, da hinten?“ „Is jetzt egal, wir labern jetzt irgend ne Tuss an, wir finden schon jemanden für dich“ „Tom, ich hab ehrlich keinen bock mehr irgendwelche hirnlosen Hühner abzuschleppen“ „Ach komm, Bill! Sei kein Spielverderber, such dir eine aus!“ Ich musterte die Beiden von hinten. Irgendwie kamen die mir doch bekannt vor…



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